"Der Typ, der bei der GEMA die Titel eingibt, ist ein ganz blöder Penner", betitelt eine Stuttgarter Komikertruppe einLied, welches in den GEMA-Katalog sogar in Fettschrift eingetragen werden muss, weil es länger als 4 Minuten dauert. Gewidmet ist es dem GEMA-Youtube-Streit um Urheberechtsabgaben auf Youtube-Videos, und natürlich auch als Youtube-Video abrufbar. [via fefe<<schockwellerreiter<<burks blog]
April 2009
Sie treten unsere Grundrechte mit Füßen - Mashup
Ich hoffe, dass das kleine Mashup durch das Zitatrecht gedeckt ist.
Gegen alle Einwände von Experten setzt das Bundesfamilienministerium die Kinderpornografie-Sperren durch. Die Argumente sind so löchrig wie der geplante Sichtschutz für illegale Inhalte. Obwohl alle Provider das wissen, werden sie mitmachen – aus Angst, in die böse Ecke gedrängt zu werden.[c't heise]
Es ist vollbracht. Unsere Regierung hat heute die Büchse der Pandora geöffnet. Staatlicher Willkür und Zensur sind nun Tür und Tor geöffnet. Aus wahltaktischen Gründen hat Bundesfamilienministerien von der Leyen heute im Huckepack mit Wirtschaftsminister Guttenberg und Justizministerin Zypries diesem Land ein Stück seiner Freiheit geraubt.[fix!mbr]
Ursula von der Leyen instrumentalisiert die Sorge und Unaufgeklärtheit der Wähler, um an den Urnen zu triumphieren. In den Särgen liegen deswegen nicht weniger Kinderkörper, keine Kinderseele wird gerettet - es handelt sich um ein derart widerwärtiges Polit-Placebo, dass es nicht übertrieben ist, wenn man sagt: Diese Politikerin passt nicht in eine Demokratie. Entweder lässt sie sich von ihren Mitarbeitern einreden, ihre Maßnahmen könnten erfolgreich sein - dann ist sie dumm. Oder sie weiß, dass sie im Wahlkampf ist - dann ist sie bösartig. Vielleicht aber ist es sogar so, wie in Foren, Blogs und mittlerweile sogar in meinem Bekanntenkreis geunkt wird: Dass die Internetsperren nur ein Testballon sind für weitere Deliktfelder und für immer weitere Kontrolle über das Verhalten der Bürger - dann wäre “bösartig” ein viel zu schwaches Wort. [Malte]
Die geplante technische Umsetzung auf Basis von Sperrlisten halten wir für laienhaft, wirkungslos und unter Umständen kontraproduktiv. Wir fordern die Bundesregierung auf, die durch die Listen offensichtlich bekannten illegalen Websites zu schließen und ihre Urheber bzw. Betreiber strafrechtlich zu verfolgen. Wir lehnen Internetsperren ab, die ob ihrer Intransparenz und technischen Zweifelhaftigkeit eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland sind. Wir fühlen uns durch die von Fachleuten wiederholt in Frage gestellten Zahlen und Fakten, die das Familienministerium kommuniziert, als wählende Bürger belogen.[Spreeblick]
Zypries: Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden könne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe.[heise]
Es findet also eine Umkehr der Beweislast statt. Es muss niemandem bewiesen werden, dass er eine der gesperrten Seiten besuchen wollte, allein der Zugriff auf eine der Sperrseiten ist ausreichend, um eine Straftat zu begehen. Ein Internetnutzer muss also beweisen, dass er sich möglicherweise vertippt hat oder aber durch einen falschen Link auf einer der Sperrseiten gelandet ist.[Mirko, Xsized.de]
Und um nochmal so richtig zu demonstrieren, wie egal von der Leyen eigentlich der Kampf gegen die Kinderpornographie ist, werden nach Informationen von Spiegel Online kleine Provider und staatliche Stellen von der Filterpflicht ausgenommen. Gerade so, als ob jene, die genau wissen, dass sie sich mit ihren Bildern und Filmen strafbar machen, zu doof wären einen anderen Zugangsanbieter zu wählen als die Telekom oder Vodafone.[Knüwer, Handelsblatt Weblog]
Warum sind Sie gegen Frau von der Leyens Plan der Netzsperren?
Weil er Kinderpornografie nicht bekämpft. Da ist irgendwo im Internet ein Missbrauch dokumentiert und die Bundesregierung schaut weg. Und sagt uns Bürgern, wir sollen auch wegschauen. Was noch viel krasser ist: Es werden zwischen den Staaten nur die Sperrlisten für die Filter ausgetauscht. Doch niemand bekämpft in seinem eigenen Land die Server, auf denen die Inhalte lagern. [Ein Missbrauchsopfer im Tagesspiegel]
Motive?
Die Beschwörung einer organisierten Jagd ist also nur ein Wahlkampf-Tool. Hilfreicher wäre, wenn Ursula von der Leyen da ansetzen würde, wo ihre Kompetenz liegt, in dem Ort, der einen Großteil der Täter auch im Internetzeitalter beherbergt: in der Familie.[Frau Casati, SZ]
Das Sprengpotential des Netzes bzgl. der Veränderung gesellschaftlicher, politischer und demokratischer Normen scheint mir allerdings bisher nur von der Seite begriffen worden zu sein, die sich im Moment bedroht fühlt. Sie versucht, aus ihrer Sicht durchaus nachvollziehbar, alles zu tun, damit die Erosion gestoppt wird. Dass dazu auch Begriffe genutzt werden, die per se mit Angst und Abscheu besetzt sind, ist da nur eine logische Konsequenz[DonDahlmann]
Soweit die verbal zum Ausdruck gebrachte Empörung. Dieser müssen wohl Taten folgen (mit Reden bewirkt man ja in der Regel nicht soo viel bis gar nichts im Vergleich zu Taten): bei den Wahlen, oder auf der Straße.
Mittagsschlaf
Als Kind gehaßt, als Erwachsener sehnt man sich danach.
Und was ist noch besser?
Wenn das Kind Mittagsschlaf macht und man endlich Zeit für sich selber hat, um dann diesen Blog aus Freude über die Ruhe, zu schreiben.
Also, werde ich jetzt erstmal Augenpflege betreiben.
Bis dann....
Trennung mit Kind und die Folgen
Mein Märchen beginnt so:
Vor vielen, vielen Jahren begann eine Liebesgeschichte...
Ich lernte einen Mann kennen. Ja, da war etwas Besonderes an seinem Wesen, was mich angezogen hat wie das Licht die Insekten anzieht.
Irgendwann, ich weiß nicht mehr wann, begann sich dieses Magie aufzulösen, wie eigentlich in jeder Beziehung, wenn man nicht an ihr arbeitet und der Alltag so langsam einzieht.
Dennoch war ich fest davon überzeugt, ich war 21 Jahre alt, das Heiraten und Kinder für mich nicht in Frage kämen, alles viel zu spießig und zu normal.
Die vielen Gründe auf zu zählen warum die Beziehung in die Brüche ging, wäre an dieser Stelle zu viel des Guten, zumal eine Aufarbeitung meinerseits noch nicht komplett erfolgt ist und sich somit dieser Blog endlos in die Länge ziehen würde.
Die Streits wurden mehr, irgendwann wurden sie unfair, dennoch hielten wir an der Beziehung fest, Urlaube retteten uns von Krise zu Krise.
Dennoch stellte sich irgendwann das Gefühl ein, so jetzt geht´s los.
Spracheinstellung: LOLCATZ
Das Thema tttttttttttttttttttttttttttttttttttttt (Endschuldigung, ich musste grad ein fieses Insekt auf der T-Taste zerquetschen) ... ok also: das Thema LOLCATZ ist eigentlich komplett an mir vorbeigerauscht, das I CAN HAS CHEEZEBURGER hab ich nur nebenbei mitbekommen.
Heute ist mir die Tragweite dieser philosophischen Weltsicht zum ersten Mal bewusst geworden: in der Opera-Community kann man - und wer weiß, wie lange schon - als Sprache neben Englisch, Russisch, Bulgarisch, vietnamesisch auch - miau miau - LOLCATZ auswählen.
Da bleibt mir nur noch eine Frage: was ist mit klingonisch oder mit pidginenglisch?
Es gibt viele Gründe, ein Social Network zu verlassen
Sich in diversen 'Sozialen Netzwerken' im Internet anzumelden, kann ja die unterschiedlichsten Gründe haben. Sich von diesen wieder abzumelden aber auch. Eine ganz interessante Grafik hat Spion-Media , welche die verschiedensten "Spion"-Social-Networks am Start hat (als Größtes wäre der MV-Spion zu nennen), in ihrem Blog veröffentlicht.
Da die Spion-Plattformen früher mal auf Partnersuche ausgerichtet war (hat sich aber inzwischen zu einem komplexen SN gemausert), ist einer Punkte des 'Abmeldens wegen erfolgreicher Partnerfindung', was ja eher ein untypsicher Abmeldegrund sein dürfte. Interessanter finde ich den Punkt: andere Nutzer sind doof (7% der Abmeldungen) oder auch: nochmal angemeldet (ebenfalls 7%).
Auf den größeren und weiterer verbreiteten Plattformen wie facebook oder [$IRGENDWAS]VZ.de dürfte es aber nicht viel anders aussehen, denke ich. Bevor ich hier aber weiter mich in Bandwurmsätze verstricke, habe ich die Grafik mit den Zahlenangaben mal nachgebaut. Das Original findet ihr hier.
Link zum Spion-Media-Blog, dem Urheber der Daten | Wie baut man solche Torten?
Krankheitliche Wahnvorstellungen sind manchmal weniger abwegig als die Wirklichkeit
Freitag. Eine dieser heimtückischen Frühjahrserkältungen, die in den noch weit verbreiteten, kühlen Schatten auf Opfer lauern, während alle Menschen sommervorfreudig vergnügt den Sonnenstrahlen hinterher springen und der eine oder andere (oder eben ich) die Schattenkühle streiften, so ein Erkältungsmonster biss sich hinterhältigerweise an mir fest. Zu diesem Zeitpunkt merkte ich das jedoch nicht und war sehr naiv glücklich. Das sollte sich aber innerhalb zweier Tage grundlegend ändern: es kippte regelrecht. Der Schleimauswurf fuhr rasant auf einen neuen Jahresrekord hoch, der Kopf veränderte sich zum Resonanzverstärker gemeiner Umwelteinflüsse, der Druck hinter der Stirn erhöhte sich zusehens, infolgedessen bildete sich ein großes Loch, aus dem alle Gedanken purzelten, deren freiwerdende Stellen durch komische Realitätswahrnehmungen eingenommen wurden.
Die Formel 1 - Ein Zirkus wie in jedem Jahr
Das Bemerkenswerteste an diesem Rennwochenende der Formel 1 in Shanghai/China war nicht, dass ein Deutscher den Sieg einfuhr, ohne Michael Schumacher zu heißen, auch nicht, dass es schon wieder mal geregnet hat und nasse Pisten wohl langsam zu den normalen Verkehrsverhältnissen in der Formel 1 werden - nein, am bemerkenswertesten fand ich, dass sich die "Top"-Teams Mercedes, BMW und Ferrari ziemlich derb verzockt und es im dritten Saisonrennen immer noch nicht geschafft haben, Anschluss an die Leistungsspitze in der Saison 2009 zu finden. Verwunderlich umso mehr, als dass finanziell gut ausgestattete Teams anscheinend keine Plan B in der Schublade aufbewahrten, was gewisse halblegale Bauteile an den Boliden betrifft; oder eben nicht genug Einfluss im F1-Zirkus besaßen, diese zu verbieten.
Zensursula setzt sich durch
Man kann Zensursula nicht direkt vorwerfen, nichts gegen Kinderpronografie im Internet zu tun, irgendetwas tut sie ja. Ihr tun könnte man vergleichen mit dem Augen schließen, wenn vor der Nase eine Straftat passiert.
Ob sie nun die Durchführung der Straftaten hiermit irgendwie wirksam vereitelt hat, ist ungewiss. Gewiss ist jedoch, dass eine Zensur-Instanz geschaffen wurde. Diese kann völlig intransparent Internetinhalte sperren, ohne dass auch nur eine Nachprüfung aufgrund nichtveröffentlichter Informationen (die Listen sind geheim!) iniziiert werden kann, ob die Sperrung rechtens ist. Also ist ein perfektes Instrument zur Unterdrückung von unbequemen Wahrheiten, politischen Gegnern oder was auch immer entstanden. Über die Möglichkeiten und den geringen Aufwand auf der anderen Seite, solche DNS-Manipulationen zu umgehen, schweige ich mich lieber aus.
Die australische Sperrliste [Heise.de-Meldung], die zum Beispiel durch Wikileaks bekannt geworden ist, enthielt haufenweise Einträge, die nichts mit Kinderpornografie zu tun hatten:
Die Liste enthält aber auch Adressen, die sich kritisch mit Zensurbestrebungen auseinandersetzen. Als halbwegs jugendfreies Beispiel sei eine Wikipedia-Adresse genannt, die die Zensurfreiheit der Wikipedia thematisiert. Kritiker der Sperrtechnik bemängeln seit langem, dass die Technik auch dazu benutzt werden könnte, zwar legale aber irgendwelchen Interessengruppen nicht genehme Positionen zu unterdrücken.
Wie ernsthaft die Bestrebungen unserer Familienministerin wirklich sind, wird sich erst daran messen lassen, ob noch effektive (und weitaus ernsthaftere) Bemühungen - wie zum Beispiel das Löschen von Internetpräsenzen mit kinderpornografischen Inhalten - dieser heutigen Nummer folgen werden.
Missbrauchsopfer gegen Internetsperren [zeit online]
Raubkopie Symbolbild
Falls mal wieder jemand passend zum Thema Illustrationen sucht, diese hier darf verwendet werden. [CC-Lizenz]
Liste der Zensurprovider
Liste von Providern, und ob sie leichtfertig chinesische Verhältnisse in Sachen Meinungsfreiheit / Zensur derselben unterstützen oder eher nicht. Übrigens spricht man bald in China nicht mehr von Zensur, wenn man Zensur meint, sondern von deutschen Verhältnissen... :-)
[via]
Openmoko gibt auf
Openmoko, als ehrgeiziges Projekt im Bereich Handy-Betriebssystem gestartet, gibt seine ursprünglichen Ziele, den Handymarkt zu erobern, auf. Schade, würde ich sagen, konnte man doch mit diesem sicherlich so einige Kommandozeilenfreaks so ganz nebenbei befriedigen.
Nachdem ich im November 2008 noch gehofft habe, dass Openmoko es im Gegensatz zu UIQ doch noch irgendwie schafft, sich auf dem Mobiltelefonmarkt zu etablieren, sehe ich mich nun getäuscht.
Das nächste Smartphone muss doch nicht etwas mit Windows-Mobile laufen? Zum Glück gibt es da noch einige Alternativen: Android vom lieben Onkel Google oder auch WebOS von Palm.
[So, und in ein paar Wochen schreibe ich dann wahrscheinlich hier, das Palm sein WebOS einstampft... na toll!]
[via]
Vertraue nur Statistiken, die du selbst gefälscht hast
Getreu diesem Motto in der Überschrift möchte ich nur mal eine Grafik zeigen, die die Anteile der verschiedenen Browsern bei den Besuchern von achmist.de darstellt.
Sehr auffällig an der Grafik ist, dass Mozilla etwa bei zwei Dritteln aller Besucher zum Einsatz kommt. Auch Opera ist im Vergleich zu anderen Zugriffsstatistiken überproportional vertreten. Der Internetexplorer wiederum teilt sich auf in: ein Drittel IE6 und fast zwei Drittel IE7, die anderen IE-Versionen sind vernachlässigbar. Ein letztes Wort zum Anteil Khtml - hier ist natürlich weniger der Konqueror aus dem KDE-Projekt gemeint, sondern vor allem der Safari-Browser. Übrigens spielt Googles Chrome überhaupt keine Rolle in dieser Statistik.
Die Grafik ist übrigens Piwik1 entnommen, einem Open-Source-Programm für die Zugfriffsanalyse von Webseiten, übrigens sehr zu empfehlen.
Acer Aspire One und Moblin
Mein Acer Aspire One muss ab und zu dafür herhalten, neue Software im Netbook-Bereich zu testen. So habe ich Versuchsweise eine Linux-Distribution des Moblinprojekts (die Linux-Foundation übernimmt das Projekt derzeit von Intel, die sich aber weiterhin an der Enwicklung beteiligen)ausprobiert und möchte die Ergebnisse kurz zusammenfassen.









