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23
Jan
2007
AlexZ
Abgelegt unter:

Wissenschaftliche Studien?

Der Drang vieler Menschen, die Komplexität der Welt so zu vereinfachen, das er sie versteht, führt zu manch absonderlichen wissenschaftlichen Studien.

Wenn ich schon immer lese "Englische Wissenschaftler haben festgestellt, dass..." dann freue ich mich schon auf eine abgedrehte Darstellung von Schlußfolgerungen aus selbsterstellten Statistiken, mit denen man im Grunde alles beweisen kann, auch das Gegenteil.

Nun scheinen die Deutschen langsam aufzuholen und liefern ähnliche bahnbrechende Erkenntnisse. Die Datenbasis scheint allein um ein 'mü' solider als sonst bekannten zu sein, immerhin 21.000 Fragebogenausfüller. Das ist ja schonmal mehr, als die Werbeindustie zur Auswertung der TV-Einschaltquoten zur Verfügung stehen.

Und trotzdem, was sind das für Ergebnisse einer Studie zum Schlafverhalten?

  • Der Tagesrythmus des Menschen richtet sich nach äußeren Einflüssen (Wer hätte das gedacht)
  • zum Beispiel nach dem Tageslicht (soso).
  • Je östlicher man lebt, desto früher steht man auf ('Die Ossis stehen früher auf'). Die Polen stehen demnach noch früher auf, die sind wohl noch $[herabsetzendes Wort] als die Ossis?
  • In Großstädten hat das Tageslicht weniger Einfluß als auf dem Land (Nein, wer hätte das jetzt vermutet - gibt es in Großstädten etwa noch andere und stärkere äußere Einflüsse als auf dem Land?).

Alles in allem scheint die Studie vor nicht unerwarteten Erkenntnissen zu strotzen. Jedoch hebt sie sich wohltuend von den gemeinhin bekannten englischen Studien ab. Ihre Ergebnisse sind nachvollziehbarer gegenüber den Englischen (a la 'Linksträger müssen mit früherer Glatze rechnen' oder 'ca. 99% der Engländer haben auf der linken Seite nur einen Arm') - aber dieses merkwürdige Gefühl, veralbert zu werden, hatte ich auch hier.

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