Eigentlich ist es nicht so schwer, verdammt gute Texte zu schreiben
Ich weiß, dass meine Texte schwer zu lesen sind. Ich weiß, dass sie viel zu kurz sind, um eine angenehme und phantasievolle Aura zu entfalten, die den Leser umschmeichelt, einfängt und mitnimmt. Und ihn am besten noch am Ende wieder aussetzt mit bestenfalls phantastischen Gedanken im Kopf und einem schönen Gefühl im Herzen.
Is aber nicht.
Wiederum sind sie aber zu lang, um sie in die Aufmerksamkeitsspanne eines Twitter-Nutzers zu pressen.
Is so.
Meine Texte entstehen in der kalten Umgebung eines leeren, ungemütlichen Texteditor, der nichts weiter bietet, nicht mal etwas Wärme für die neugeborenen Gedanken. Aber Schuld ist er nicht, der Editor. Die Gedanken wollen nicht so einfach aus meinem gemütlichen Hirn in den Editor purzeln, sie krallen sich fest, verstecken sich. Gucken kurz hervor, um dann gleich wieder weg zu sein. Das ist keine Entschuldigung dafür, dass du lieber Leser schon wieder an jedem Satzzeichen stolperst – und da gerade Winter draußen ist, wie passend, ausrutscht auf den unmöglich zusammengestoppelten Sätzen rudimentärer Schreibkunst. Oder nein, nicht Kunst, eher Arbeit.
Ich könnte das ja mal versuchen zu ändern.
Wenn ich denn wenigsten einmal was machen würde, was einen gehaltvollen, würdigen Abschluss am Ende hat. Will ich mal ändern, jetzt vielleicht. Aber da kommt schon die nächste Klippe, die ich kaum in der Lage bin zu umschiffen: natürlich hat Erkenntnis seinen Preis. Den würde ich zahlen wollen. Wirklich. Müsste nur ein oder zwei Wochen irgendwas anderes machen, wenn ich normalerweise essen würde. Essen wäre dann nicht drin.
Nun hab ich mich doch wieder nur ein wenig bemitleidet und um Ausreden gerungen, nur um nicht doch mal in meinem Leben was Vernünftiges anzupacken. Entschuldigung. Danke, angenommen...
Jetzt, wo ich wieder mit mir zu über der Hälfte im reinen bin, kann ich mal zum eigentlichen Thema kommen: schreiben lernen im Wochenendcrashkurs... klingt irgendwie verlockend. Wenn nur die Maßzahl vor dem Eurozeichen nicht so eine Hürde wäre, könnte ich jetzt schon mal berichten, wie das so ist.
Is aber nicht.
Mek Wito hats aber getan, und mich drauf gebracht.
[Und dabei ist Leipzig gar nicht mal so weit entfernt]



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