Der Sportplatz

Meine WM 2010

Von Fußball hab ich grad mal so viel Ahnung, dass ich die Regeln kenne, ein bisschen mit dem Ball zaubern kann und eventuell das eine oder andere Ding im Kasten versenke, ohne das der Keeper dabei eine glückliche Figur machen kann.Obwohl ich meine Skills damals eher im Zerstören von wunderschön vorgetragenen Angriffswellen gesammelt habe, so als Rechtsverteidiger...

Aber dann hörts schon auf. Welche Mannschaften alles in der ersten Bundesliga spielen, kann ich genauso wenig komplett aufzählen, wie ich unsere Jungs in Südafrika den einzelnen Fußballclubs zuordnen könnte. Theorie war noch nie mein Ding.

Vettel immer für eine Überraschung gut

 Das Formel1-Wochenende in der Türkei versprach, wie in jedem Jahr durch Tilkes tatkräftige Unterstützung ein eher langweiliges Rennen zu werden. Fast wäre es auch so gekommen, durch glückliche Umstände war es nur ein bisschen langweilig.

Ein kleines Achtungszeichen sendete Big-Michael schon am Samstag, als er zum Ende des dritten Qualifyings seinen Mercedes geschickt im Kiesmeer versenkte und so einigen anderen Fahrern, wie Rosberg oder Button einen noch besseren Platz in der Startaufstellung versaute. Nicht mit Absicht, sicher, aber mit Glück...

So ergab sich eine ungewohnte Michael-Nico-Reihenfolge, die sich ja sonst immer Nico-Michael liest. Aber das nur am Rande.

Nachdem sich das Feld nach dem Start innerhalb der ersten Runde einigermaßen sortiert hatte, schlängelte es sich dann durch die Kurven des Circuits wie sonst Fastfood-Jünger sich durch McDrive schlängeln: überholen höchst unwahrscheinlich.

Stöckelschuhe am Strand

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Die Luft wird wärmer, der Schnee weniger und die Wälder werden wieder passierbar. Beste Voraussetzungen, dem Winterspeck mit Ausdauereinheiten zu Leibe zu rücken. Das bedeutet wieder zu joggen. Nicht so ein Laufbandgehopse oder Stöckchengeziehe, sondern richtiges Laufen, mit heraushängender Zunge, pfeifendem Atem und schmerzenden Gliedern, inklusive dem Gefühl nach einigen Kilometern, gleich umfallen zu müssen und sterben zu wollen.

Michael Schumacher wieder in der Formel 1 und was kleine Fahrhilfen damit zu tun haben

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Opa Michael (na fast) kommt zurück in die Formel 1, weil der Versuch Massas, bewußtlos Auto zu fahren, gründlich in die Hose Leitplanke ging. Nachdem Schumi bis gestern alles das abgestritten hat, was Bild und Co. Schon lange wussten, steigt Schumi in Valencia wieder in einen roten Dienstflitzer.

Ja, da werden wohl Ende August wieder Schumiparties vor Flimmerkisten gefeiert wie anno dunnemals, so vor 3 Jahren. Und ich dachte, jetzt ist endlich Schluss mit Ferrari-Schumi-Hysterie und Formel 1 wird wieder echter Sport für harte Männer Fans, gerade genug interessant, um auf Eurosport ein Sendefenster zu bekommen.

Die Formel 1 - Ein Zirkus wie in jedem Jahr

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Das Bemerkenswerteste an diesem Rennwochenende der Formel 1 in Shanghai/China war nicht, dass ein Deutscher den Sieg einfuhr, ohne Michael Schumacher zu heißen, auch nicht, dass es schon wieder mal geregnet hat und nasse Pisten wohl langsam zu den normalen Verkehrsverhältnissen in der Formel 1 werden - nein, am bemerkenswertesten fand ich, dass sich die "Top"-Teams Mercedes,  BMW und Ferrari ziemlich derb verzockt und es im dritten Saisonrennen immer noch nicht geschafft haben, Anschluss an die Leistungsspitze in der Saison 2009 zu finden. Verwunderlich umso mehr, als dass finanziell gut ausgestattete Teams anscheinend keine Plan B in der Schublade aufbewahrten, was gewisse halblegale Bauteile an den Boliden betrifft; oder eben nicht genug Einfluss im F1-Zirkus besaßen, diese zu verbieten.

Hamilton failed

Derzeit treibt sich der Formel1-Zirkus in Asien rum. Vor 2 Wochen Singapur, heute Fuji und nächste Woche Shanghai.

Das Rennen in Fuji zeigte: es reicht nicht, gute Autos zu bauen, man braucht auch gute Fahrer. Gut nicht im Sinne von schnell, sondern abgebrüht, kühl, berechnend. Diesem Ideal kamen wohl am ehesten Raikkonen und Kubica an diesem Wochenende nahe.

Vom Start weg machte Hamilton das, was man von einem jugendlichen und unreifen Heißsporn, aber nicht von eim Fahrer im Mercedes Rennstall, erwarten würde: um als erster in die Kurve einzufahren, wählte er einen mehr als optimistische Bremspunkt, der augenscheinlich auch gut und gern hinter Kurve im Kiesbett gelegen hat.

Nicht, dass er (und auch Kovalainen) das halbe Feld in die Auslaufzone zwang, es war auch der Auslöser für eine emotionale Kettenreaktion. Um den Puls eines Felipe Massa in den roten Bereich zu jagen, braucht es erheblich weniger. Und man sah, das (nicht nur bei Massa) Emotionen das Lenkrad führten und Widersacher Hamilton einen sauberen 180-Grad-Wheelyhinlegen ließ.

Ist es das Jesusbild?

Nach ausgiebiger sportlicher Betätigung fiel mir letztens auf: Hab ich doch ein geheimes Gesicht auf meinem Sportdress freigeschwitzt. Ist es das Jesusbild?

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