Die Sinnbefreiung

iQuatsch

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 Man nehme einen Computer, vorzugsweise ein Notebook, lasse alle wichtigen Teile wie Tastatur, USB-Anschlüsse usw. weg und pappe ein "i" vor den Namen und starte eine unglaubliche Werbekampagne... ooops, hab ich grade Apples Produktstrategie beschrieben?

Nun also das iPad. Das iPad ist ein großer Newsgenerator. Man findet unglaublicherweise jede Menge Netizen, die sich von der iPadseuche zum klicken animieren lassen. Da werden die Dinger zerlegt, zerschreddert, ausgepackt, vorgezeigt... und der Page-Impression-Wert steigt in den Himmel. Man könnte meinen, es geht hier nicht um das Gerät als ein kastrierter Computer an sich, sondern um ein Götzenbildnis, welches der Anbetung bedarf.

Dabei wundere ich mich nur, wie es Leute geben kann, die sich einen Computer kaufen, dem einiges fehlt, nur um das dann als "Zubehör" extra löhnen zu dürfen. Das Lustigste an der Geschichte ist, dass das iStrass dabei nicht etwa billiger ist, sondern im Gegenteil den Heiligkeitsaufschlag schon eingepreist ist.

Aber es ist doch nur ein Computer. Werdet wieder normal, Leute.

 

 

Leistung muss sich wieder lohnen

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 Reiner ist ein Penner, wie man sich einen Penner vorstellt. Leicht verschmutze Jacke, speckiger Pullover, immer einen Stoffbeutel dabei, dessen Inhalt zwar nie sichtbar, aber immer vorstellbar war. Die Zähne schon leicht verfärbt, oder bereits in den ewigen Jagdgründen angekommen, die Frisur wie die von Columbo bei seiner Arbeit.

Am liebsten hält Reiner politische Reden, so für sich allein, oder auch für Zuhörer, die manchmal irritiert stehenbleiben und sich aus irgendeinem Grund angesprochen fühlen. Oft kommt in seinen Monologen auch die eine oder andere Parole vor, die man oft schon via Funk und Fernsehen um die Ohren gehauen bekommen hat, meist weil ein pseudokluger Politiker sein Maul manchmal nicht halten kann, wenn er nichts zu sagen hat.

Polizeistaat Bayern im tiefsten Informationsmittelalter gefangen

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 Ich wusste gar nicht, wie kurz ich vor einer Hausdurchsuchung und dem Verlust meiner sämtlichen Gadgets stehe, allein dadurch, dass ich manchmal im Auto sitze und mein kleines Netbook benutze. Ja, ich bin da sogar im Internet damit, einfach so. Wahrscheinlich ist dieses kleine bisschen Glück nur dem Umstand zu verdanken, dass ich dies nicht in Bayern mache. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein paar ganz misstrauische Beamte mich des Missbrauchs von TK-Anlagen beschuldigen... einfach weil man halt im Auto sitzt und surft. In Bayern ist das möglich! [via golem.de]

Es war nicht mal bekannt, wessen WLAN genutzt wurde... wahrscheinlich wird sich dessen Besitzer auch hüten sich zu melden, weil es ja nicht unwahrscheinlich ist, dass derjenige auch verknackt wird - wegen Aufruf zu einer Straftat.

Die Welt wird immer verrückter. Und Bayern scheint die Führung zu übernehmen.

[nehme jetzt eine Aspirin, mir ist schon ganz schummrig vom Kopf schütteln]

Wachstumsbeschleunigungsgesetz auf dem Erfolgsweg

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Wahrscheinlich nicht unerwartet für die FDP trägt das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, in dem unter anderem die darbenden Hotelbesitzer vor finanziellem Ruin mittels einer Umsatzsteuererleichterung bedacht wurden [übrigens: das Sahnehäubchen vorneweg - dass das deutsche Hotelgewerbe im europäischen Wettbewerb 2009 am besten dastand - das kann so einen Steuererleichteungspolitiker nicht ablenken ]... wo war ich? Ach ja, eben dieses schnuckelige Gesetz trägt erste Früchte in Form von über 1 Million Euro Spendeneinnahmen. Für die FDP. Damit konnte ja nun keiner rechnen...

"Die Piratenpartei wird übrigens nicht verboten, weil Herr Schäuble die nicht für voll nimmt"

Lest mal diesen Bericht aus einer CDU-Wahlkampf-Veranstaltung in Rammenau am 25.08., bei nerdcore gefunden.

In meinem persönlichen "geht ja gar nicht" Ranking hatte der Schäuble ja lange Zeit geführt, im Wochentakt brütete er neue vor-Terrorismus-schützende Gesetzesvorlagen aus. Dann überholte jedoch Zensursula ihn innerhalb weniger Tage mit ihrer Kampagne gegen die Meinungsfreiheit unter der Maske des Kindesmissbrauchs, und durch ihr starres und ignorantes Beharren auf ihren Positionen trotz Widersprüchlichkeiten zur Realität konnte sie den Spitzenplatz lange verteidigen... Aber die politische Konkurrenz schläft nicht und nutzt die Wahlveranstaltungen für den Vorstoss gegen die Spitze.

Ich spüre diese Gier, diese Gier nach Schnäppchen in mir

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[RANT]

Der Otto-Versand, denken manche, zieht sich die Hosen mit der Kneifzange an. Auf diese wilde Spekulation kam ich, als ich letzten die Geschichte über Notebooks für 'nen knappen Fuffi im Onlineshop von Otto las.

Es gab wohl über zweitausend Schnäppchenjäger, die für diesen Preis geordert haben, nicht zuletzt, weil irgend jemand das über Zwitscher verbreitet hat.

So weit, so unspektakulär.

Viele haben einfach bestellt, manchmal zwei bis drei Stück, die sich dabei jedoch der hohen Wahrscheinlichkeit bewußt waren, dass hier ein Fehler vorlag und das Macbook für den Preis wohl eher nicht über die virtuelle Theke gehen wird.

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